Alles über Cookies

Sie als User besuchen eine Webseite. Dabei kann diese Webseite kleine Textdateien (Cookies) auf Ihrem Computer abspeichern. Dies dient dazu, Sie später wiederzuerkennen, um komfortabel Informationen und Funktionen bei einem nächsten Besuch eines Internetangebots anbieten zu können. Cookies sind keine Software Programme und können niemals Viren, Trojaner oder anderen schädliche Anwendungen enthalten oder Daten von Ihrem Computer auslesen.

Sie können selbst entscheiden, ob Sie diese Cookie-Datei behalten oder löschen möchten.

Ein Cookie (vom englischen Wort für Plätzchen) ist eine winzige Textdatei, die es einer Webseite ermöglicht, einen User über seinen Browser nach einem ersten Besuch wiederzuerkennen. Cookies werden beim Schließen des Browsers in einer Textdatei auf dem Computer des Users abgelegt und beim nächsten Aufruf der Webseite (des Webservers) wieder aufgerufen. Cookies sind passiv (erklären) und können niemals Viren, Trojaner oder anderen schädliche Programme enthalten.

Warum Cookies?

Ganz einfach: Cookies machen das Surfen im Internet leichter. Egal, ob im Nachrichtenportal, Forum, der Webmail oder beim Online-Einkauf: Ich muss mich nicht ständig anmelden, meine Einkaufsliste ist auf der Webseite hinterlegt, ich erhalte neue Produktvorschläge, meine Präferenzen sind bekannt... Für Webseitenbetreiber ist die Programmierung und Verwaltung des Internetangebots einfacher. Inhalteanbietern dienen die Cookies als technische Grundlage für die Werbefinanzierung ihres vielfach kostenfreien Angebotes.

Im Folgenden finden Sie die häufigsten Benutzungsarten:

Personalisierung

Angebote können aufgrund von User-Präferenzen angepasst werden. Dadurch ist es möglich, sich z.B. im Rahmen eines Portals die Startseite individuell einzurichten oder beim Einkaufen im Internet ohne gesondertes Login individuelle Empfehlungen zu erhalten. Ebenso ist es bei internationalen Internetangeboten möglich, die Spracheinstellung mittels eines Cookies zu speichern.

Nutzungsanalysen

Mithilfe von Cookies kann ermittelt werden, wie viele einzelne „anonyme“ Besucher ein Angebot nutzen, in welchem Zeitraum und welche inhaltlichen Bereiche sie besuchen. Diese Daten ermöglichen es dem Inhalteanbieter, die Website anhand der Nutzungsströme zu optimieren und Fehlerquellen zu beheben.

Cookies und Werbung

Ein Großteil der Angebote im Internet sind für den User kostenfrei, weil sie sich durch Werbung finanzieren.
Cookies können helfen, dass auf Usergruppen zugeschnittene Werbung in einer angemessenen Häufigkeit präsentiert wird.


Große Teile der heutigen Internetangebote sind werbefinanziert. Dadurch sind Internetnutzer in der Lage, Inhalte kostenfrei zu nutzen und sich untereinander zu vernetzen. Dass die Anbieter dieser Inhalte funktionierende Geschäftsmodelle haben müssen, versteht sich von selbst.

Die Werbefinanzierung sichert dabei die redaktionelle Pflege, die technische Bereitstellung und die Weiterentwicklung aktueller Angebote ab. Dabei hat das Internet gegenüber den klassischen Medien als Werbeträger eine Reihe unschlagbarer Vorteile: So ist es möglich, die Werbebanner einfach anzuklicken und so bspw. mehr Produktinformationen zu erhalten oder um Zusendung weiterer Informationen zu bitten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dem einzelnen User Werbebanner nur in einer bestimmten Häufigkeit einzublenden, also bspw. das Banner für ein neues PKW-Modell jedem User nur höchstens fünfmal zu zeigen. Dies funktioniert jedoch nur dank Cookies:
Werbemitteleinblendungen sind pro User nur in einer beschränkten Anzahl sinnvoll – Cookies können eingesetzt werden, um zu ermitteln, wie häufig ein User Kontakt mit einem bestimmten Werbemittel hatte. Ist eine zuvor festgelegte Anzahl an Kontakten erreicht, wird ein anderes Werbemittel eingespielt.

Eine weitere Möglichkeit für genauere Zielgruppenansprache ist nutzungsbasierte Online-Werbung. Und auch dieses benötigt Cookies: Unterschiedlichen Usern wird unterschiedliche Werbung eingeblendet - und zwar in Abhängigkeit der zuvor von den Usern besuchten Web-Inhalte. Auf diese Weise ist es möglich, relevantere Werbung auszuliefern. Wer beispielweise viel auf Koch-, aber nie auf Autoseiten surft, wird dann eher Koch- als Autowerbung erhalten. Die Werbetreibenden senken somit ihre Streuverluste - und die Internetnutzer erhalten weniger irrelevante Werbung, sondern werden zu Themen angesprochen, die sie interessieren.

Rechtliche Aspekte

I. Rechtlicher Rahmen

Cookies sind kleine Textdateien, die von einem Web-Server an einen Web-Browser (z.B. Mozilla Firefox oder MS Internet Explorer) übermittelt werden. Cookies unterliegen den in Deutschland geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen wie dem Telemediengesetz (TMG) , dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), oder dem Telekommunikationsgesetz (TKG).

II. Datenschutzrechtliche Differenzierung

Bei der datenschutzrechtlichen Einordnung von Cookies ist danach zu differenzieren, ob mittels der Cookies personenbezogene Daten verwendet werden oder nicht. Zu den personenbezogenen Daten zählt typischerweise der Name, aber auch E-Mail-Adressen sind in der Regel bereits personenbezogen.

1. Cookies ohne Personenbezug

Soweit es um Cookies ohne Personenbezug geht, findet das Datenschutzrecht keine Anwendung. Wenn der Cookie also keine personenbezogenen Daten verwendet bzw. speichert, so kann er vom Diensteanbieter in der Regel ohne besondere weitere Vorkehrungen verwendet werden. Als Beispiel können hier Cookies zur automatischen Sprachvoreinstellung einer Webseite dienen. Denn hier enthält das Cookie nur die Information welche Sprache bevorzugt ist. Weitere Rückschlüsse auf die Identität des Nutzes sind nicht möglich.

2. Cookies mit Personenbezug

Soweit Cookies jedoch personenbezogene Daten enthalten, gelten andere Regeln. Ein Beispiel:
Um den Anmeldeprozess einer Webseite zu erleichtern, kann ein Cookies die Anmeldedaten eines Users enthalten, aber natürlich nur mit seiner Zustimmung; z.B. bei der Anmeldung zu sozialen Netzwerken (wie Facebook, XING, etc.), Online-Shops und E-Mail-Portalen. In all diesen Fällen spricht man von personenbezogenen Daten, weil die gespeicherten Informationen einen Rückschluss auf eine bestimmte Person zulassen. Deshalb hat der Gesetzgeber besondere Regeln aufgestellt, die dem Schutz von personenbezogenen Daten dienen.

  1. Grundsätzlich darf der Diensteanbieter personenbezogene Daten zur Bereitstellung von Telemedien nur erheben und verwenden, soweit das Telemediengesetz (TMG) oder eine andere Rechtsvorschrift, die sich ausdrücklich auf Telemedien bezieht, es erlaubt oder der User eingewilligt hat (§ 12 TMG).
  2. Darüber hinaus treffen den Diensteanbieter weitergehende Pflichten. So hat er den User zu Beginn des Nutzungsvorgangs u.a. über Art, Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten in allgemein verständlicher Form zu unterrichten, sofern eine solche Unterrichtung nicht bereits erfolgt ist. Der Inhalt der Unterrichtung muss für den User jederzeit abrufbar sein (§ 13 Abs. 1 TMG).
  3. Der User kann die Einwilligung auch elektronisch erklären. Dabei muss der Diensteanbieter jedoch sicherstellen, dass
    • der User seine Einwilligung bewusst und eindeutig erteilt hat,
    • die Einwilligung protokolliert wird,
    • der User den Inhalt der Einwilligung jederzeit abrufen kann und
    • der User die Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann (§ 13 Abs. 2 TMG).
  4. Mit Einwilligung ist die vorherige Zustimmung gemeint (vgl. § 183 BGB). Geht es um die Einwilligung von Minderjährigen, so ist im Zweifel hier auch die Einwilligung der gesetzlichen Vertreter gemeint.
  5. Auf jeden Fall muss die Einwilligung freiwillig erfolgen.
  6. Aufgrund dieser Anforderungen reicht eine versteckte Einwilligung, z.B. in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nicht aus.

 

Kategorien

Sonderangebote